{"id":107,"date":"2021-11-03T20:41:42","date_gmt":"2021-11-03T19:41:42","guid":{"rendered":"https:\/\/ganzohr.hfmt-hamburg.de\/?p=107"},"modified":"2025-04-22T01:06:14","modified_gmt":"2025-04-21T23:06:14","slug":"schlaf-baby-schlaf-endlich-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ganzohr.hfmt-hamburg.de\/index.php\/2021\/11\/schlaf-baby-schlaf-endlich-ein\/","title":{"rendered":"Schlaf, Baby, schlaf endlich ein&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieser Artikel geh\u00f6rt zu Elterninfo&nbsp;GEBURT<\/p>\n\n\n\n<p>Mediziner und Psychologen haben mittlerweile durch Studien belegt: Singen f\u00f6rdert das Wohlbefinden. Singen Sie doch mal ein Gutenachtlied, statt Ihr schreiendes Kind stundenlang durch die Wohnung zu tragen oder im Auto um den Block zu fahren. Singen wirkt Wunder!<\/p>\n\n\n\n<p>Singen macht gl\u00fccklich, vertreibt tr\u00fcbe Gedanken, pusht unsere Stimmung und sogar unser Abwehrsystem. Singen Sie Ihrem Baby vor, wirkt das richtig beruhigend. Denn Singen vermittelt Gef\u00fchle viel unmittelbarer als Sprache. So konnten Psychologen zeigen: Der Stresshormonspiegel sinkt und bleibt auch deutlich l\u00e4nger auf einem niedrigen Niveau. Und zwar bei Eltern und Kind&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Lied &#8222;Schlaf, Kindlein, schlaf&#8220;&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.liederprojekt.org\/#0-27786#Schlaf,%20Kindlein,%20schlaf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ANH\u00d6REN<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Selbst Fr\u00fchchen profitieren davon, wenn die Mutter singt. Allein vom Zuh\u00f6ren stabilisieren sich die Herz-und-Kreislauf-Funktionen der Kinder. Gehirnforscher fanden auch heraus: Singen kann Gl\u00fcckshormone produzieren, opium\u00e4hnliche Substanzen, die dieselben Areale im Gehirn stimulieren, als h\u00e4tten wir Schokolade gegessen oder Sport getrieben. Au\u00dferdem wird beim Singen die Produktion von Melatonin kr\u00e4ftig angekurbelt \u2013 denn das braucht unser K\u00f6rper f\u00fcr einen tiefen, gesunden Schlaf.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied &#8222;A le le&#8220; (China)&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.liederprojekt.org\/lied33207-A-le-le.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ANH\u00d6REN<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anscheinend war man sich schon recht fr\u00fch der beinahe magischen Wirkung von Kl\u00e4ngen bewusst. Um den positiven Aspekt des Singens wussten schon unsere Urahnen. So konnten die Menschen summen, singen und melodische T\u00f6ne von sich geben, lange bevor sie sprechen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn Babys lieben T\u00f6ne; mit etwa sechs Monaten beginnen Kinder bereits, sich zu Melodien und Liedern, die ihnen vorgesungen werden, zu bewegen. Sie wippen und schaukeln, und sobald S\u00e4uglinge etwas tapsig auf ihren Beinchen stehen k\u00f6nnen, versuchen sie sogar zu tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied &#8222;Lala, mtoto lala&#8220; (Ostafrika)&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.liederprojekt.org\/lied33206-Lala-mtoto-lala.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ANH\u00d6REN<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann deswegen gar nicht fr\u00fch genug beginnen, Kindern vorzusingen oder mit ihnen zu singen. \u201eKinder die viel singen, haben ein besseres Sprachgef\u00fchl\u201c, meint der Neurologe und Musiker Prof. Dr. Eckart Altenm\u00fcller. \u201eBeim Singen und Sprechen wird zum Teil auf die gleichen neuronalen Netzwerke zur\u00fcckgegriffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lied &#8222;M\u00fcde bin ich, geh zur Ruh&#8220;&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.liederprojekt.org\/#1-27787#M%C3%BCde_bin_ich,_geh_zur_Ruh\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ANH\u00d6REN<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Und keine Sorge: wenn Sie jetzt erst mal mit Schlafliedern beginnen, k\u00f6nnen Sie eigentlich alles nur richtig machen. Selbst wenn es sich in Ihren Ohren ziemlich schr\u00e4g anh\u00f6rt \u2013 die positive Wirkung stellt sich trotzdem ein. Also versuchen Sie es einfach. Es stimmt: wer sprechen kann, der kann auch singen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Eckart Altenm\u00fcller erforscht die Auswirkungen von Musik auf das Gehirn. An der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik, Theater und Medien Hannover leitet er das Institut f\u00fcr Musikphysiologie und Musikermedizin. Auch die beruhigende Wirkung von Wiegenliedern auf Kinder und Eltern hat Eckart Altenm\u00fcller untersucht. Lesen Sie dazu das Interview (pdf).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Literaturhinweise:<\/em><br>Christina Grape, Maria Sandgren, Lars-Olof Hansson, Mats Ericson, T\u00f6res Theorell:<br>Does singing promote well-being? An empirical study of professional and amateur singers during a singing lesson.<br>Aus: Integrative Physiological Behavioral Science. Januar &#8211; M\u00e4rz 2003; Band 38(1), S. 65-74<\/p>\n\n\n\n<p>Lauren Hale, Lawrence M. Berger, Monique K. LeBourgeois, Jeanne Brooks-Gunn:<br>A longitudinal study of preschoolers&#8216; language-based bedtime routines, sleep duration, and well-being.<br>Aus: Journal of Family Psychology. Juni 2011; Band 25(3), S. 423-433<\/p>\n\n\n\n<p>Liedbeitr\u00e4ge mit freundlicher Genehmigung von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.liederprojekt.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LIEDERPROJEKT.ORG<\/a>, einem Benefizprojekt von Carus-Verlag und SWR2. Dieser Artikel geh\u00f6rt zu Elterninfo\u00a0<a href=\"https:\/\/ganzohr.hfmt-hamburg.de\/index.php\/elterninfos\/geburt\/\">GEBURT<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel geh\u00f6rt zu Elterninfo&nbsp;GEBURT Mediziner und Psychologen haben mittlerweile durch Studien belegt: Singen f\u00f6rdert das Wohlbefinden. Singen Sie doch mal ein Gutenachtlied, statt Ihr schreiendes Kind stundenlang durch die Wohnung zu tragen oder im Auto um den Block zu fahren. Singen wirkt Wunder! 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